- St. Gallen - Schweiz
Missbräuchliche Kündigung
Was eine missbräuchliche Kündigung ist – und warum der Kündigungsgrund entscheidend ist
Eine Kündigung ist missbräuchlich, wenn sie nicht aus nachvollziehbaren, arbeitsbezogenen Gründen erfolgt, sondern gegen Treu und Glauben verstösst. Entscheidend ist nicht, was im Kündigungsschreiben steht, sondern warum tatsächlich gekündigt wurde. In meiner Praxis prüfe ich deshalb konsequent den gesamten Hintergrund: Vorgeschichte, Leistungsbeurteilungen, Gesprächsverläufe, interne Kommunikation und die zeitliche Abfolge der Ereignisse.
Missbräuchliche Kündigungen treten häufig dort auf, wo eine Kündigung als Reaktion auf legitimes Verhalten ausgesprochen wird – etwa weil jemand berechtigte Ansprüche geltend macht, Kritik äussert, seine Rechte wahrnimmt oder persönlich „unerwünscht“ wird. Solche Fälle sind selten plump, sondern zeigen sich durch Indizien. Aufgrund meiner langjährigen Spezialisierung auf Kündigungen weiss ich, wie diese Indizien rechtlich gewichtet werden und wie man sie so dokumentiert, dass sie vor Gericht tragen.
Typische Muster missbräuchlicher Kündigungen aus der Praxis
Aus meiner Erfahrung lassen sich missbräuchliche Kündigungen oft an wiederkehrenden Mustern erkennen. Häufig steht eine formale Begründung im Vordergrund, während der wahre Grund ein anderer ist. Beispielsweise erlebe ich regelmässig Situationen, in denen eine Kündigung kurz nach einer Konfliktsituation erfolgt – etwa nach der Forderung von Lohn, Bonus oder Überstunden, nach einer Krankheit, nach einer Beschwerde oder nach einer Ablehnung unzumutbarer Arbeitsbedingungen.
Ich analysiere, ob die Kündigungsbegründung zur Realität passt: Wurden Leistungsmängel je dokumentiert? Gab es Abmahnungen? Widersprechen Zielvereinbarungen oder frühere Beurteilungen dem Kündigungsgrund? Wird nur eine einzelne Person gekündigt, obwohl angeblich objektive Gründe vorliegen? Genau diese Widersprüche sind in der Beurteilung zentral. Ich ordne sie ein, sichere Beweise und baue daraus eine klare Argumentationslinie.
Welche Ansprüche eine missbräuchliche Kündigung auslösen kann
Eine missbräuchliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis in der Regel trotzdem. Der entscheidende Punkt ist aber: Sie kann Entschädigungs- und Zahlungsansprüche auslösen. Ziel ist eine finanzielle Entschädigung, deren Höhe sich nach den Umständen des Einzelfalls richtet – unter anderem nach Dauer des Arbeitsverhältnisses, Schwere des Missbrauchs und den Folgen für die betroffene Person.
In der Praxis kommen häufig weitere Forderungen hinzu, die direkt mit der Kündigung zusammenhängen: ausstehender Lohn, Bonus, Provision, Überstunden, Spesen oder ein korrektes Arbeitszeugnis. Ich vertrete Sie dabei, alle Ansprüche vollständig zu erfassen und so durchzusetzen, dass Sie ein wirtschaftlich sinnvolles Ergebnis erzielen – sei es über eine Einigung oder im gerichtlichen Verfahren.
Fristen und richtige Schritte: Warum schnelles Handeln Ihre Position stärkt
Bei missbräuchlichen Kündigungen entscheidet die Rechtslage und die Fristwahrung. Wer zu spät reagiert, verliert Ansprüche – selbst wenn die Kündigung klar missbräuchlich war. Aus meiner Tätigkeit in Kündigungsfällen weiss ich: Die ersten Tage nach Erhalt der Kündigung sind oft die wichtigsten. Dort entstehen die entscheidenden Unterlagen, Aussagen und Beweise.
Ich empfehle Ihnen daher, mich umgehend zu kontaktieren. Ich setze fristgerecht die notwendigen Schritte, formuliere die Einsprache rechtlich sauber, sichere Beweise und übernehme die Kommunikation. Je früher ich eingeschaltet werde, desto stärker können wir Ihre Position aufbauen.
Wie ich Sie als Anwalt bei Kündigungen im Arbeitsrecht konkret unterstütze
Ich bin Ihr kompetenter Berater und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und begleite Sie konsequent durch den gesamten Prozess. Zunächst erhalten Sie eine klare Einschätzung, ob eine missbräuchliche Kündigung vorliegt und welche Ziele realistisch durchsetzbar sind. Danach übernehme ich Strategie, Kommunikation und – falls nötig – die Prozessführung.
Ich vertrete Sie bei Streitigkeiten vor den zuständigen Arbeitsgerichten und setze Ihre Ansprüche mit Nachdruck durch. Gerade bei der Anfechtung einer Kündigung ist anwaltliche Vertretung ratsam, weil Details entscheidend sind: richtige Fristen, gerichtsfeste Beweise und eine Argumentation, die die Praxis der Schweizer Gerichte berücksichtigt. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt in der Anfechtung von Kündigungen, weil hier Erfahrung und taktisches Vorgehen den Unterschied machen.
Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben oder eine Kündigung rechtssicher vorbereiten möchten, sollten Sie mich daher frühzeitig kontaktieren. So sichern wir Ihre Rechte von Beginn an und stellen die Weichen für das bestmögliche Ergebnis.
FAQ – häufige Fragen zu Missbräuchliche Kündigung
Wann gilt eine Kündigung in der Schweiz als missbräuchlich?
Welche Fristen muss ich bei einer missbräuchlichen Kündigung einhalten?
Welche Entschädigung kann ich bei missbräuchlicher Kündigung verlangen?
Wird eine missbräuchliche Kündigung aufgehoben oder bleibt sie gültig?
Im Regelfall beendet auch eine missbräuchliche Kündigung das Arbeitsverhältnis und löst lediglich eine Entschädigung aus. Wichtige Ausnahme: Bei einer diskriminierenden Rachekündigung nach dem Gleichstellungsgesetz (GlG) kann das Gericht die Kündigung aufheben und eine Wiedereinstellung anordnen (Art. 10 GlG). (z. B. ausstehender Lohn, Bonus, Überstunden). Ich kläre für Sie, welche Forderungen neben der Entschädigung sinnvoll und beweisbar sind.
Wann lohnt sich die anwaltliche Prüfung einer Kündigung besonders?
Ich bin Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Arbeitsrecht in St. Gallen, verfüge über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Arbeitsrecht und habe bereits über 60 arbeitsrechtliche Fälle erfolgreich betreut.
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